Mittwoch, 12. August 2015

Burg Hartenstein

Wenn man die Auffahrt zur Burg endlich gefunden hat, wird man belohnt mit einmaliger Aussicht (vor dem Essen unbedingt den (kurzen) Rundgang machen!). 

Innen (Restaurant Touché) und außen (Burggarten) kann man gut sitzen und sich vom freundlichen Personal mit guten, teilweise gewagt kombinierten Speisen verwöhnen lassen. Auch die (jahreszeitlich wechselnden) Cocktails sind nicht zu verachten.

Und ganz neu: die lassen jetzt ein eigenes "Burg-Bier" brauen! Ein fast schwarzes Weizen, intensiver Geschmack - unbedingt probieren! Für dieses Bier gibt’s 10 Punkte!

Noch ein leicht schräger Tipp: unbedingt die Toilette aufsuchen, auch ohne entsprechendes akutes Bedürfnis. Ich kenne kein anderes Stilles Örtchen, von dem aus man einen ähnlich spektakulären Ausblick hat!

91235 Hartenstein | 09152/921678 | täglich ab 11:00 Uhr

Mittwoch, 5. August 2015

Forellen? Zum Fichtenpark Unternaifermühle

Aha, Unternaifermühle. Nie gehört. Und hört sich irgendwie "klein" an. Und, tatsächlich: es gibt auch eine Mittelnaifermühle und eine Obernaifermühle.

Die U. ist auch tatsächlich klein, eigentlich besteht das Dorf nur aus der Gaststätte und noch zwei Häusern. Das Ganze befindet sich im schönen Naifertal. Auch noch nie gehört? Wenn man von Simmelsdorf nach Diepoltsdorf und dann Richtung Großengsee fährt - das ist das Naifertal. An sich schon eine Reise wert, weil die Landschaft so schön ist. Und man kommt auf dem Weg an St. Helena vorbei, wo der Töppmann sein berühmtes Holzofenbrot backt.

Aber wir wollen ja im Fichtenpark einkehren.

Traumhafte Lage im Tal, am Wald, am Bach, bei den vielen Fischweihern. Und das sollte auch die Wahl sein, obwohl die Speisekarte "fränkisch" ist. Karpfen (in den "R"-Monaten) auf den Punkt gebacken und gut gewürzt. Forellen in verschiedenen Zubereitungsarten (ja, vielleicht sollte jeder was anderes bestellen, dann kann man reihum probieren...). Und jede Art ist unbeschreiblich frisch und gut gemacht. Frische ist ja kein Wunder, der Weg vom Forellenteich auf den Teller ist kurz.

Parken kein Problem, kleiner Biergarten (macht nix, dass die Straße daran vorbeiführt - kaum Verkehr). Sonntags besser reservieren: 09155 814.

Zu viel gegessen? Hier noch ein Wandertipp:

Gegenüber dem Wirtshaus, auf der anderen Talseite, geht ein Wanderweg los. Der geht, man befindet sich ja im Tal, erstmal richtig nach oben. Dort erwartet einen dann ein Netz von Wanderwegen. Mein Vorschlag: Weg Nr. 10 rot. Links oder rechts rum ist egal. Auf jeden Fall erwartet einen abwechslungsreiches Gelände (kaum mehr Steigungen) ohne viele Ortsdurchquerungen auf der Hochfläche der Frankenalb. Der Rundweg ist etwas mehr als sechs Kilometer lang und wirklich lohnend. Hinterher kann man ja überlegen, ob man sich noch einen Nachmittagskaffee (mit Kuchen, natürlich) gönnt...

Engel Apotheke Bad Mergentheim

Ja, ja, ich weiß: "Über Leben in Franken" und dann Bad Mergentheim? Ist ja fast noch Franken, heißt auch "Tauberfranken" - und schön ist es auch. Der Dialekt ist allerdings kaum mehr fränkisch zu nennen... Und man darf in den Gaststätten rauchen - ist man gar nicht mehr gewohnt.

Also dann: die Engel Apotheke am Marktplatz 8.

Nicht ganz leicht zu finden ("Apotheke" ist am Gebäude dominierend, "Restaurant" übersehbar), und dann: innen wenige Plätze (außen viel Platz, aber halt wetterabhängig), meistens voll, viele Einheimische (die wissen ja wohl am Besten, wo sie hingehen und wohin nicht). Aber unbedingt versuchen, sich irgendwo dazu zu setzen - es lohnt sich.

Viel "Hausmannskost" (Spätzle, Linsen, nicht direkt low carb...), gut und preislich sehr angemessen. Wir haben zu zweit für Essen und Trinken 16 € gebraucht (ich hatte der Bedienung gesagt, dass sie ruhig beide Personen zusammen auf eine Rechnung nehmen kann - das hat sie dann erstaunt bejaht...). Dazu das schöne Ambiente einer früheren Apotheke, freundliche, aufmerksame Bedienung - schön!

Sonntag, 17. Mai 2015

Zum grünen Tal, Pommer: richtig Franken

Pommer? Wo ist das denn? Tatsächlich etwas abseits: zwischen Walkersbrunn und Weingarts. Aha. Und wo ist das?

Also gut: 
https://www.google.de/maps/place/Pommer,+91338+Igensdorf/@49.6535564,11.174016,17z/data=!3m1!4b1!4m2!3m1!1s0x47a1f00d817075bf:0x0a1eda35360a2a60

Das ist ein Wirtshaus: altes Gebäude (schaut euch mal die dicken Mauern an), innen behutsam renoviert, alter Baum davor (draußen sitzen kann man auch). Das Essen: ein Traum. Die ganzen fränkischen Schätze, haus- und handgemacht. Ich habe keinen Favoriten, Schweinebraten, Sauerbraten, Schäufele, Bratwürste, alles da, alles gut. Und dazu ein (oder vielleicht zwei?) Bremer-Öl - das gute Lindenbräu aus Gräfenberg.

Außenrum ein schönes Wandergebiet (die großen Portionen wollen ja wieder kompensiert sein), der Hetzleser Berg. Viele markierte Wege (eine Karte ist trotzdem hilfreich).

Dienstag und Mittwoch Ruhetag, am Wochenende Reservierung empfehlenswert (09192-7174).

Gesamtbewertung: a Draum!


Mittwoch, 18. Februar 2015

Bratwurstherzle, Brunnengasse 11, 90402 Nürnberg,

“Typisch für Nürnberg!”

Nürnberg wird ja mit Lebkuchen und Bratwürsten in Verbindung gebracht - sehr zu Recht, was Bratwürste betrifft! Viel bessere wird man in Nürnberg nicht finden, und das alles in einem (kleinen) Lokal mit viel Flair. Nicht für Touristen gemacht, sondern "schon immer so" (Teile der Einrichtung/des Wandschmucks wurden während des 2. Weltkriegs ausgebaut, eingelagert und nach dem Krieg wieder verwendet - vieles ist "original"). Die häufig beschriebene "Freundlichkeit" des Personals ist auch "original", original fränkisch nämlich. So geht das: sag, was Du willst, dann bekommst Du es auch. Man kann ja miteinander reden.

Immer offen, immer viel los (größere Gruppen sind ohne Reservierung ohne Chance).

Mittwoch, 28. Januar 2015

Fränkisch, aber auch mehr

Ja, der Zwinger Melber ist ein fränkisches Wirtshaus - schon optisch: einmalig schönes Fachwerkgebäude außen, viele Holzbalken innen (Vorsicht, niedrige Türen!). Die fränkischen Gerichte auf der Karte sind über jeden Zweifel erhaben. Immer auf die Tagesgerichte achten! Und auch mal den "Experimenten" etwas zutrauen: neben Schäuferla & Co. gibt oft was aus dem Wok, Nudelgerichte und Ähnliches. Empfehlenswert! Im Sommer schöne Terrasse im Stadtgraben. Freundliches Personal. Angemessen Preise. Parkplätze am Ende der Mauergasse, gleich hinter der Gaststätte.

Donnerstag, 6. November 2014

Schoppenhäusle, Volkach

Zur Einstimmung ein Rausch in Pastellfarben


Über das Weingut Erhard, zu dem das Schoppenhäusle gehört, haben wir eine "Quittenwanderung" mit anschließendem "Quittenmenu" gebucht.



ein schöner Anblick - und man kann sooo viel daraus machen!

Weinberg im Herbst - warum immer nur VOR der Ernte Fotos machen?

bei Escherndorf


Rückfahrt von Escherndorf nach Volkach mit der Mainschleifenbahn (Schienenbus aus dem Jahr 1960)

Nach einer informativen und angenehmen Wanderung von Volkach nach Escherndorf gab's ein Vier-Gang-Menu mit korrespondierenden Weinen im Schoppenhäusle, das zum Weingut Erhard gehört.

Zusammenfassend: sehr empfehlenswert, gerade in der Kombination "wandern und genießen".

Erstaunlich, was man aus Quitten alles zaubern kann: ausgezeichnetes Confit zur warm geräucherten Entenbrust, Lauch-Quittengemüse zu Lendchen (zum niederknien!), Quittenknödel mit Tonkabohnenparfait... beim Schreiben läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen!

Schön gemachtes Ambiente, aufmerksame und freundliche Bedienung, und sehr passende Weine. Eine Auswahl dieser reellen Tropfen bei der Wanderung, weitere beim Essen - ein guter Überblick. Empfehlenswert: der 2013er M-TH im Bocksbeutel (vom Winzer-Zusammenschluss Frank & Frei), die 2013er Weißwein Cuvée und auch der 2013er Schwarzriesling, der besonders gut gelungen ist. Ein Highlight ist der 2013er Secco Saignée, ein Rotling-Secco auch von Frank & Frei. Und das alles zu sehr fairen Preisen!

Wirklich eine Reise wert! Muss ja in dieser Gegend nicht immer ein Weinfest sein. Solche Kollektiv-Besäufnisse mag ich eh nicht, und wie sollte es überhaupt im Herbst Weinfeste geben? Da feiern doch eigentlich die Winzer (und ihre Gäste), aber gerade im Herbst haben die Winzer doch einen Haufen Arbeit und gar keine Zeit zum Feiern...